Häufig gestellte Fragen von Teilnehmer*innen

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»Wenn ich neuen Kursteilnehmern was mitgeben sollte, könnte ich nichts sagen – das sind ja andere Menschen als ich. Wenn dann vielleicht: Für die eine Stunde, die du hier bist – schalte alles andere ab und hör dir das an! Und mach dort mit. Es ist eine Chance«

Mike. S., Kursteilnehmer

Da viele die gleichen Fragen stellen, findest du hier ein paar Antworten von uns.

»Ist das hier ne Therapie oder sowas?«

Von unserer Ausbildung her sind wir Sozialpädagog*innen. Wir sehen uns als Unterstützer*in und dich als Teilnehmer*in – als kompetent auf verschiedenen Gebieten.

Dich sehen wir als Experte für dein Leben, wir sind vielleicht Experten darin, hilfreiche Fragen zu stellen, die dich deine Stärken, Potentiale und Verän-derungen sehen lassen und Bewegungen auf deine Ziele hin  unterstützen.
Und wir sind davon überzeugt, dass aus unseren gemeinsamen Gesprächen – oder dem gemeinsamen Tun neue Lösungen entstehen – was auch heißt, dass wir voneinander lernen.

Vielleicht findest du einen eigenen Namen für unsere gemeinsamen Arbeit!

»Wie mache ich einen Termin?«

Es gibt immer noch Leute, die von uns ein Schild mit Öffnungszeiten fordern...

Da wir aber so gut wie immer vorher abgesprochene Einzeltermine machen, ist es besser, du wendest dich direkt per Telefon an uns: 03501 529967: Keine Angst vor der AnrufbeantworterIn – wir rufen gern zurück.

»Wie lange dauert so ein Kurs?«

Das ist je nach Teilnehmer*In unterschiedlich.
Wir arbeiten mit einem flexiblen Zeitkonzept, dass sich deinen Bedingungen anpassen kann. Da wir dich meist noch nicht kennen, arbeiten wir anfangs gern mit einem Treffen pro Woche – später gehen wir auf weitere Abstände, auch deshalb, damit du Zeit hast, von dir gefundene neue Lösungen im Alltag zwischen den Treffen
zu erproben. Je nach Hilfeart kannst du über den Daumen gepeilt von ca. 3–6 Monaten ausgehen.

»Wie lange dauert’n ein Treffen?«

Wie gehabt – auch hier ist T-TRIS flexibel. Auf den Rückmeldungen der Teilnehmer*Innen und unseren eigenen Erfahrungen aufbauend arbeiten wir zur Zeit bei Gesprächen (Einzel- und Gruppengesprächen) lieber eine Stunde klar und konzentriert am Thema, als noch länger.

Bei der Arbeit in den Werkstätten ist bewusst mehr Zeit-Raum vorhanden – was auch gilt, wenn du Arbeitsstunden machen willst.

»Was passiert, wenn ich nicht komme?«

Das kommt ganz drauf an:

Wir gehen davon aus, dass du Verantwortung für dich selbst übernimmst. Wenn du dich vorher telefonisch entschuldigst, werden wir einen neuen Termin ausmachen. Wenn du dich so zeitig wie möglich entschuldigst können andere Teilnehmer*Innen den freigewordenen Kurstermin nutzen.

Wenn du unentschuldigt fehlst, rufen wir dich 15 Minuten nach dem ausgemachten Kurstermin an, um deine guten Gründe für das Nichterscheinen zu hören. Wenn du dich dann nicht meldest, erwarten wir deinen Rückruf.

Beim zweiten Mal unentschuldigt Fehlen schreiben wir dir einen Brief, mit einem Anruftermin, an dem du uns im »UZ« erreichen kannst, um einen neuen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Bei einem weiteren Fehltreffen schreiben wir ein Abgabeformular, mit dem der Kurs vorerst unterbrochen wird. Wir arbeiten danach gern mit dir weiter – du musst aber mit Sicherheit die Gründe für dein Nichterscheinen der Jugendgerichtshilfe oder dem Jugendrichter (unter Umständen in einer Anhörung) mitteilen.

»Kann ich hier frei reden?«

Na klar! Unserer Erfahrung nach ist freies Reden sogar eine  wesentliche Bedingung dafür, dass neue Lösungen entstehen können. Was du uns erzählst, bleibt im Raum, denn als Sozialpädagogen unterliegen wir der Schweigepflicht.

Ausnahme: Aus dem von dir Erzählten wird uns klar, dass jemand von dem, was du z.B. tun willst mit Leib und Leben bedroht ist. In diesem Fall sind wir verpflichtet, das der Polizei mitzuteilen.

»Kann ich jemanden mitbringen?«

Prinzipiell steht unser Angebot, dass du jemanden mitbringen kannst, wenn er / sie sich in deinen Kurs einbringen will. Oft haben wir es erlebt, dass z.B. eine mitgebrachte Freundin oder ein Freund  wichtige Lösungsideen einbringt, auf die wir sonst gar nicht gekommen wären. Und: andere Leute kriegen Veränderungen bei dir vielleicht viel eher mit als du selbst – und können dir wichtige Rückmeldungen geben, wo du stehst.

Bedingung ist aber: erst mitteilen – dann mitbringen.

»Mit wem arbeitet ihr zusammen?«

Den Hauptteil des Kurses arbeiten wir mit dir selbst. Zeitweise kann es hilfreich sein, von dir benannte Personen einzubeziehen, die dich bei dem Finden deiner Lösungen unterstützen. Dazu gehören auch Eltern, wenn du uns dazu die Einwilligung gibst.

Dann gibt es Personen oder Ämter, die uns den Auftrag geben, mit dir zu arbeiten. Diese haben unter Umständen andere Ziele als deine eigenen. Im Kurs werden wir gemeinsam versuchen, Wege zu finden, diese Ziele so zu erreichen, damit du uns – und andere schnell wieder loswerden kannst.

Sollten dich mehrere Personen gleichzeitig betreuen, finden wir es gut, wenn wir uns alle regelmäßig austauschen, um Ziele abzustimmen. Das geschieht nicht hinter deinem Rücken, sondern mit deiner Beteiligung.

Im Kursverlauf kann es vorkommen, dass der Jugendrichter anfragt, ob du am Kurs teilnimmst. Wenn du das tust – und nur dann – gibt es eine Teilnahmebestätigung.

»Schreibt ihr Berichte über mich?«

Na klar! Müssen wir ja auch, denn es gibt Auftraggeber, z.B. den Jugendrichter, die dich zu uns schicken, uns dafür bezahlen, gut mit dir zu arbeiten und dementsprechend auch ein Recht haben, mitzukriegen, was hier läuft.

Nur: wir schreiben diese Berichte nicht über dich, sondern:
Da du wie eben gesagt selbst Experte für die Veränderungen in deinem Leben bist, kannst du selbst am besten einschätzen, was dir der Kurs gebracht hat und wie du deine Ziele erreicht hast. Deshalb kannst du deinen Abschlussbericht zum Kurs selbst schreiben – und uns dazu um Unterstützung bitten.

Prinzipiell gilt: kein Bericht geht raus, ohne das du ihn gesehen hast.

»Was schreibt ihr’n da mit?«

In den Treffen wirst du schnell bemerken, dass wir auch mal was mitschreiben. Das hat folgende gute Gründe: Erstens sind wir schon wesentlich älter als du – das heißt wir vergessen viel – unter Umständen auch gute Lösungsideen von dir.

Zweitens wollen wir dich und deine Ausdrucksweise kennen lernen und schreiben deshalb mit, was du auf deine ganz eigene Weise mit deinen eigenen Worten ausdrückst.

Wenn wir dann immer noch nicht verstanden haben, was du meinst, fragen wir nach – und glauben dir auch das von dir Gesagte. Im Kursverlauf entsteht so ein kleiner Hefter – in den du jederzeit Einblick nehmen kannst. Manche Leute nehmen ihn sogar nach Kursende mit.

»Was heißt eigentlich UZ?«

Das fragst du uns am besten direkt  im »UZ«.

Bereichsleiter UZ

Uwe Bierwolf
Bereichsleiter
 

Mitarbeiterin UZ

Lisa Stautmeister


Soziales Jugenprojekt »UZ«
Schmiedestr. 2
Hinterhaus
01796 Pirna
Tel. 03501 529967
Fax 03501 560129
jugendprojekt-uz@diakonie-pirna.de

30 Jahre UZ

 

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